"Je länger ich mit Hunden, vor allem mit "wilden" Hunden zusammenlebe, um so mehr wird mir bewusst, dass sie uns Menschen in einigen Elementen ihrer psychischen Grundstruktur nicht bloss ähnlich sind, sondern uns sogar da und dort übertreffen: Sie sind oft sozialer als wir."

Eberhard Trumler 1981 in seinem Buch "Meine wilden Freunde, die Wildhundarten der Welt"
Respekt vor dem Wesen des Hundes                     
  • Welches sind wohl die Erwartungen deines Hundes an dich?
  • Dein Hund hat seine eigene Persönlichkeit und verdient es, aber auch entsprechend als sozialer Beutegreifer behandelt und mit seinen Bedürfnissen ernst genommen zu werden.
  • Dein Hund möchte bestimmt eine Aufgabe in deinem Rudel haben, und bestimmt gibt es noch Themen, die ihr noch nicht so ganz im Griff habt?
  • Dein Hund ist ein Beutegreifer. Und ungefähr das sozialste Wesen, das du dir vorstellen kannst. Das bedeutet aber auch, dass es unungänglich ist, seine (Körper)sprache zu sprechen, wenn du erfolgreich mit ihm kommunizieren möchtest.
  • Der Weg ist das Ziel. Leistung oder Punktezahlen kennen wir in der Hundestunde nicht, Klarheit und eine glasklare Rudelordnung aber schon! Du entscheidest selbst, wie oft und wie lange du kommen möchtest. Da es jedoch um eure Beziehung geht, kommst du besser zuerst in 2-3 Privatlektionen, bevor du das Gelernte in der Gruppe testen kannst.
  • Ältere, nicht mehr so fitte Hunde möchten auch täglich eine Aufgabe erhalten. Wir können auch gerne mal drinnen oder in deinem Garten etwas Spannendes zusammen für deinen Hund aushecken!
Respekt vor den Wünschen des Menschen         
  • Welches sind deine Erwartungen an deinen Hund?
  • Du hast ein Recht darauf, dass ich dich und deine Wünsche ernst nehme. Wer weiss - was für jemand anders eine richtig spannende Herausforderung wäre, ist für dich vielleicht ein Riesenproblem, das wir zusammen lösen könnten?
  • Ich helfe dir dabei, dein ganz persönliches Ziel zu erreichen, natürlich nur, so weit es nicht den Bedürfnissen deines Hundes entgegensteht.
  • Die Beziehung zwischen dir und deinem Hund ist etwas sehr Intimes und wird entsprechend diskret behandelt.
  • Auf die körperlichen und geistigen Möglichkeiten eures Teams nehme ich natürlich gerne Rücksicht. Doch musst du wissen, dass dein Hund ein Recht auf einen gesunden und vitalen Rudelführer hat. 70 sein mit ersten Gebrechen und sich trotzdem noch einen wilden Welpen zulegen.... ist nicht fair.
Kommunikation
"Es gibt eine Verständigung zwischen Mensch und Tier, die keiner Sprache bedarf. Menschen, die in engem Kontakt mit Hunden gelebt haben, wissen, was ich meine. Nämlich eine Kommunikation, die ohne Worte auskommt. Ein schwieriges, ein sehr heikles Thema, das sich heute nicht wissenschaftlich formulieren lässt. Aber ein Thema, das für das Verhältnis zwischen Mensch und Tier vielleicht eine grosse Zukunftsbedeutung haben könnte. Vorausgesetzt, der Mensch ist willens, sich das Tier nicht untertan zu machen, sondern als sein Freund zu leben."

Eberhard Trumler 1981 in seinem Buch "Meine wilden Freunde, die Wildhundarten der Welt"
  • Wie sagst du es deinem Hund? Mit deiner Körpersprache, wie mit einer Bildersprache, denn der Hund lernt in Bildern!
  • Was will dein Hund dir sagen? Erlerne seine Körpersprache, sie ist der Weg für ein "Gespräch" zwischen dir und deinem Hund!
  • So lernst du dich selbst besser kennen, und auch deinen Hund. Und mit der Zeit könnt ihr eure Kommunikation Schritt für Schritt verfeinern - ihr seid eins, und eure Beziehung wächst zu einer echten und harmonischen Partnerschaft zusammnen.
Gerüstet für den Alltag
  • Wir lernen in der Hundestunde personenbezogen, nicht situationsbezogen. Das heisst, du als Person bist deinem Hund immer die wichtigste Führung, auch wenn sich die Situation ändert. Denn dich hat er (hoffentlich!) immer mit dabei.
  • Vertraute Übungen wie z.B. ein Beutespiel sind wie ein Ritual. Und Hunde lieben Rituale, weil sie ihnen Sicherheit und ein Gefühl von Geborgenheit vermitteln. Dein Hund braucht aber noch mehr: jemanden, der in einer unsicheren Situation ganz einfach alles unter Kontrolle hat. Sich selbst, seine Emotionen, seinen Hund. Einmal einen Blick "von aussen" auf seine Beziehung mit seinem Hund zu werfen, kann der entscheidende Schritt sein, um zB zu lernen, dass es Angsthunde gar nicht gibt, sondern dass vieles, was wir Menschen zu sehen glauben, einfach einmal erst nur unsere eigene Emotion ist...
  • Kommst du mit deinem Hund in eine unangenehme oder gefährliche Situation? Reagiert dein Hund mit Flucht, Erstarren oder Angriff? Hier hilft klare Führung und dass du deine Rolle als zuverlässiger und konsequenter Rudelchef nicht nur spielst, sondern lebst!
Anleitung zur Selbständigkeit
  • Du erhältst klare und verständliche Anleitungen zum Aufbau von abwechslungsreichen Übungen, angepasst an euren derzeitigen Ausbildungsstand. Damit du selbständig auch zu Hause mit deinem Hund weiterkommen kannst.
  • Gerne zeige ich dir, wie du deinen Hund in jeder Situation klar und sicher anführen kannst.
  • Es ist mir ein wichtiges Anliegen, dir nicht nur die Übungen, sondern auch deren Hintergrund nahezubringen. So wird dir mit der Zeit ganz von selbst eine Menge neuer Varianten in den Sinn kommen, und du kannst eure gemeinsamen Tätigkeiten immer wieder spannend gestalten - jeden Tag aufs Neue!
  • Das Vertrauen deines Hundes in dich als Person und seine Orientierung an dir als Rudelführer werden so mehr und mehr gefestigt, und bald steht ihr zwei wieder auf eigenen Füssen und Pfoten!
Wissen vermitteln                        
  • Wissen hat viel mehr Wert, wenn es nicht nur grosszügig weitergegeben, sondern auch tatkräftig umgesetzt wird.
  • Wissen um die Bedürfnisse eines Tieres ist auch der Anfang von echtem Tierschutz.
  • Wissen gibt dir Sicherheit im täglichen Umgang mit deinem Hund, reicht aber dann doch nicht aus, wenn es Theorie bleibt. Darum ist es so wichtig, auch alles in die Praxis umzusetzen und ab und zu auch mal etwas zu wagen, was du bisher vielleicht nie getan hast. Wie zB ohne Leine zu trainieren.
  • Benütze die Hundestunde, um mich alles Mögliche und Unmögliche zu fragen! Es gibt keine dummen Fragen, nur solche, auf die du zu Recht eine Antwort suchst!
Mut zu neuen Sichtweisen
"Wer A sagt, muss nicht B sagen.
Er kann auch erkennen, dass A falsch war."

Bertold Brecht
  • Die Tatsache, dass "man" etwas viele Jahre so gemacht hat, heisst noch lange nicht, dass es richtig ist. Für den Menschen vielleicht bequem, ja, aber auch ethisch vertretbar gegenüber dem Hund? Ich denke da zB an Konditionierungsformen wie Clicker oder Leckerli. Als Persönlichkeit brauchst du solche Hilfsmittel nicht! Eine Leine aber schon, zumindest am Anfang. Denn dein Hund ist schneller als du, also brauchst du in manchen Situationen schlichtweg einen verlängerten Arm...
  • Stillstand wäre ein Rückschritt, denn selbst jahrelange Erfahrung verliert ihren Wert, wenn sie nicht laufend mit neuen Erkenntnissen ergänzt oder eben neu überdacht wird.
  • Bleiben wir flexibel, du und ich, und nutzen wir die neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse! Denn nur so werden wir Menschen dem hochsozialen Beutegreifer Hund und seinen Bedürfnissen gerecht! Darum bin ich auch selbst ständig in Weiterbildung, damit ich auch dich immer weiter bringen kann.